NägelNie®

Nicht mehr!

Nicht mehr!

Zehennägel sind nicht so lustig, besonders der Nagel der großen Zehe, und sie sind auch gefährlich, weil sie die Schuhen kaputtmachen könnten.

Sie müssen sie schneiden, und vielleicht auch Nagellack benutzen, und kurz darauf müssen Sie alles noch einmal neu machen, u.s.w. das ganze Leben lang!
Wie langweilig!

Aber jetzt gibt es kein Problem mehr, mit NägelNie®.

Die Faultiere benutzt kein NägelNie®

Die Faultiere benutzt kein NägelNie®

NägelNie® ist ein umwälzendes Medikament, das Ihr Leben verbessern wird.
Ein für allemal, weil die Wirkung auf ewig dauert: Benutzen Sie NägelNie® wie einen klassischen Nagellack, warten Sie nur ein paar Minuten ab, und Ihren Nägel werden abfallen, wie die Asche der Zigarette.

Und denn genießen Sie Ihre Freiheit!
Nur mit NägelNie®!

Achtung: Benutzen Sie bitte NägelNie® nur für Nägel, nicht für Augenbrauen, Schnurrbart oder Barthaar.

von Guenda, Dezember 2009

Der Dreigroschenkrimi

Der Kommissar schaut den alten Mann an.
„So, noch ein Mal, Herr Weill: Sie sind Drehorgelspieler von Beruf…“
„Ich habe nichts gemacht!“
„…und Sie haben eine tanzende Äffin, die Sieglinde genannt wird…“
„Sie hat nichts gemacht!“
„…und Sie singen oft über einen Kriminellen, viele Zeugen haben Sie gehört.“
„Aber ich bin nur ein Künstler, das Singen ist meine Arbeit.“
„Ah, ein sehr wichtiger Künstler, na ja? Und wie viel verdienen Sie? Drei Groschen? Sie sind reich und berühmt, ah! Wir könnten Sie einsperren, Herr Weill, weil Sie vielleicht der Komplize sind.“
„Komplize? Nein! Ich weiß nichts, bitte! Warum verdächtigen Sie mich?“
„Warum? Was singen Sie? Er hat die arme Jenny Towler getötet, und vielleicht Schmul Meier auch, denn er ist verschwunden. Der Tote ist auch ein Pyromane, und wegen dieses Verbreches sind sieben Kinder und ein Greis abgebrannt. Am Ende hat die unbekannte minderjährige Witwe ein schlechtes Erwachen gehabt. Jetzt brauchen wir den Namen, Herr Weill, oder vielleicht wird Ihr Affe nicht mehr tanzen… und ja, das ist eine Drohung, Herr Weill.“
„Nein, Sieglinde, meine Partnerin!“
„Ehm, wie bitte?“
„…ich meine, dass Sieglinde nur meine Assistentin ist, meine Kollegin, wir arbeiten zusammen, ehm… Ach so, ich habe die ganze Geschichte von einem Mann gehört: Sein Name ist Bertolt Brecht.“
„Wir kennen ihn, er ist ein Kommunist. Aber wir wollen den Namen vom Betrüger hören, Herr Weill…“
„Ich weiß es nicht.“
„Lügen Sie nicht!“. Der Kommissar macht eine Zigarette an.
„Entschuldigung, ich rauche nicht, das ist Passivrauchen, das ist eine Quälerei, Sie sind brutal!“
Herr Weill weint. Der Kommissar grinst.
„…geben Sie den Namen preis, Herr Weill…“
„Er heißt Macheath, Mackie Messer genannt, und er lebt in London.“

von Guenda 16.11.2009